Hervorgehobener Artikel

Willkommen beim Nachsuchenring Westerwald-Taunus

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns und unsere Hunde vorstellen. Weiterhin geben wir Informationen rund um das Thema Nachsuche auf verletztes Schalenwild.

Der Nachsuchenring Taunus-Westerwald ist ein Zusammenschluss von derzeit sechs qualifizierten und engagierten  Hundeführern, mit speziell ausgebildeten und geprüften Hunden.
Ziel war und ist es der Jägerschaft ein in der Region Westerwald-Taunus qualifiziertes Team an Nachsuchenführern aufzubauen und zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin sind wir in der Lage fundierte Weiterbildungen in Sachen Schweißarbeit durchzuführen, sei es im Rahmen von Anschuss-Seminaren, oder beispielsweise der Jungjägerausbildung.
Kerngebiet unserer Tätigkeit ist und bleibt jedoch die Arbeit mit unseren Hunden, mit denen wir versuchen die Jägerschaft bestmöglich im Sinne des Tierschutzes zu unterstützen, sei es auf der Wundfährte oder beim Kontrollieren eines ungewissen Anschusses.

Absolute Diskretion ist für uns selbstverständlich.

75 kg Bache attackiert zwei Nachsuchenführer

Nach einer Drückjagd führten wir eine Kontrollsuche auf ein Stück Schwarzwild durch. 4 Stunden nachdem das Stück beschossen worden war konnte der Schütze keine Pirschzeichen am Anschuss finden. Auch die Vorsuche mit der Hündin “Maja vom Laubustal” brachte keine Bestätigung hervor, die einen Treffersitz andeuten könnte. Trotzdem nahm der Hund eine Fährte an.

Es ging durch einen lichten Kiefernbestand an einer Schnellstraße (50 m entfernt) entlang. Nach etwa 800 m wurde der Bestand dichter, jedoch immer noch keine Bestätigung. Nach weiteren 200 m fanden wir auf einem Baumstamm einen etwa Stecknadelkopf großen Tropfen Schweiß.
Weitere 200 m weiter lag ein Stück unter einer Baumkrone. Der hintere Teil schaute zu zwei Drittel aus der Krone. Wir waren ca. 20 m von einer stark frequentierten Straße und einem danebenliegenden Rad- und Spazierweg entfernt. Nach kurzem Laut von Maja kam das Stück aus der Krone und nahm Jannic und mich sofort an. Beide Hunde attackierten das Stück. Nach mehreren Abwehrversuchen gelang es uns einen Fangschuss anzutragen.

Nachsuchenführer Thomas Lang mit Maja v. Laubustal, Jannic führte Dachsbracken-Rüde Oscar hinterher. Bei dem Stück handelte es sich um eine ca. 75 kg schwere Bache mit einem weichen Schuss.

Nachsuchenführer Thomas Lang mit “Maja v. Laubustal” (nicht auf dem Bild), Jannic führte Dachsbrackenrüde Oscar hinterher. Bei dem Stück handelte es sich um eine ca. 75 kg schwere Bache mit einem weichen Schuss.

Nicht alltägliche Nachsuche auf einen Frischling

Um 9.30 Uhr wurde ein Frischling (30 kg) auf einer Drückjagd beschossen.
Jannic Lang begann um 13.00 Uhr mit der Nachsuche.

Nach 500 m Fährtenarbeit war kein Schweiß mehr zu finden. Nach weiteren 2 km kamen wir in einer etwa 2 ha großen Naturverjüngung an das Stück, jedoch war eine vielbefahrene Straße nur etwa 100 m entfernt, so dass wir die Hündin “Maja vom Laubustal” nicht schnallen konnten.

Nachsuche Jannic Lang

Nach einer Riemenarbeit von 7 km Länge bei starkem Schneefall kam dieser Frischling (30 kg) zur Strecke.

Das Stück wechselte über die Straße in einen Waldbereich. Hier ging es einen weiteren Kilometer unter starkem Schneefall weiter. Im Anschluss nahm die Sau das freie Feld an. Aufgrund des starken Schneefalls war keinerlei Bestätigung zu erkennen. Der Hund arbeitete jedoch nach dem Feld im Wald weitere 2,5 km. Um 17.30 Uhr kamen wir in einen tiefen Graben mit Windwurf etwa 50 m vom Dorf entfernt, nahe einer vielbefahrenen Straße. Nachdem Maja heftig wurde und kurz Laut gab, brach das Stück vor uns aus einer Baumkrone heraus. Glücklicherweise so, dass der Fangschuß angetragen werden konnte. Ein Schnallen wäre aufgrund der Straßennähe nicht möglich gewesen. Gesamtstrecke der Suche 7 km!

Der Frischling hatte nur den Wurf verletzt (kein Gebrechschuß). Die Wurfscheibe war zu zwei Dritteln zerstört.

Nachsuchenführer Jannic Lang mit Maja v. Laubustal.
Thomas Lang hat die Nachsuche als “zweiter Mann” unterstützt.

Nachsuchenstatistik Jagdjahr 2013/2014

Im Jagdjahr 2013/2014 wurden folgende Suchen von unseren Gespannen durchgeführt:

Verteilung nach Zahlen:

Erfolgssuchen: 139
davon mit Hetze: 37
nach anderen Hunden: 33
Fehl-/Kontrollsuchen: 134

Nachsuchenstatistik für das Jagdjahr 2013/2014 nach Zahlen

Nachsuchenstatistik für das Jagdjahr 2013/2014 nach Zahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verteilung nach Wildarten:

Rotwild: 20
Damwild: 6
Muffelwild: 1
Schwarzwild: 152
Rehwild: 24

 

Nachsuchenstatistik für das Jagdjahr 2013/2014 nach Wildarten

Nachsuchenstatistik für das Jagdjahr 2013/2014 nach Wildarten

 

Nachsuchen-Tipps für Drück- und Bewegungsjagden

  • Für potentiell notwendige Nachsuchen nach einer Bewegungsjagd sind eine ausreichende Anzahl von geeigneten Nachsuchengespannen bereit zu halten. Um deren Verfügbarkeit sicherzustellen, sollten Gespanne rechtzeitig eingeladen bzw. informiert werden.
  • Es wird dringend der Einsatz von routinierten Spezialisten empfohlen, da die Nachsuchen auf Bewegungsjagden häufig schwieriger sind als auf der Einzeljagd (Verleitung, Schleppspuren, mehrere Fährten).
  • Die Nachsuchengespanne werden grundsätzlich vom Jagdleiter oder dafür autorisierten Anstellern eingewiesen.
  • Eigenmächtige Nachsuchen sollten nicht geduldet werden.
  • Nachsuchen müssen so organisiert werden, dass nötige Informationen möglichst rasch nach Ende des Treibens zusammen kommen, nicht erst am Ende eines Jagdtages (besonders wichtig bei Jagden mit mehreren Treiben). Hier entscheidet jedoch grundsätzlich der Nachsuchenführer wann mit welcher Arbeit und in welcher Reihenfolge begonnen wird.
  • Der Anschuss muss vom Schützen/Ansteller sorgfältig und deutlich gekennzeichnet werden. Dabei ist Brauchtum zweitrangig, d. h. Flatterband oder andere farbige Bänder, Papiertaschentücher o. ä. sind dazu besser geeignet als die traditionellen Brüche.
  • Der Schütze muss für Auskünfte bereit stehen (Anschuss zeigen und markieren, Beobachtungen über Pirschzeichen,…)
  • Bei der Nachsuche selbst muss der Schütze nicht dabei sein. Die Nachsuche wird am besten durchgeführt durch den Nachsuchenführer und seinen Helfer. Ungeachtet dessen sollte jeder Schütze bereit sein, an einer Nachsuche auf Bitten des Hundeführers mitzuwirken.
  • Falls ein Nachsuchenführer am Folgetag der Jagd nochmals suchen muss, sollte der Jagdausübungsberechtigte die Wildfolge abgeklärt haben.

Nachsuchen-Tipp hier als PDF Datei herunterladen